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Geschichtliche Traditionen

Einst war es das Pfarrhaus und nun die einzige Kindertagesstätte im Ort: das alte Fachwerk-haus hinter der Bushaltestelle, wo der evangelische Kindergarten zu Hause ist. Es ist der älteste Kindergarten des Landkreises.
1856 als man noch nicht von einem Kindergarten sprach, sondern die Einrichtung einfach Kinderverwahranstalt nannte, wurden die ersten Kinder aus Grabe aufgenommen. Zu verdanken haben das die Grabschen einem Mann, der wohl Kinder liebte und bei dem genug Nachwuchs am heimischen Tisch saß: Georg Adam Schäfer.
Der Sohn des verstorbenen Dorfschulzen dachte mit seiner Idee an die kleinen, noch nicht schulfähigen Kinder und schlug vor eine Klein-Kinder-Verwahranstalt zu gründen.
„Der Herr hat ihn selbst mit Kindern reich gesegnet“, heißt es in der Ortschronik. Es wird vermutet, dass er selbst acht Kinder hatte und sich deshalb ziemlich interessiert zeigte. Er wandte sich an den Pastor Sachs und den Schullehrer Höch. Hilfe erwog er auch vom Dorfschulzen Dachrodt. Dieser stellte den Kindern den Saal des Backhauses und den Anger als Spielplatz zur Verfügung.
Die Kleinkinderschule konnte ihre Türen öffnen. Zwei kleine Tische und vier Bänke erwarte-ten die Kinder, deren Eltern aufs Feld mussten.
Von Anfang an war die Kleinkinderschule nur in der Saison eröffnet. In dieser Zeit kümmerte sich Jungfrau Johanna Hoenisch um die Knirpse. Die Erzieherin wurde jährlich neu verpflichtet und musste von den Eltern mit verköstigt werden.
Daran änderte sich bis 1941 nicht viel. In jenem Jahr wurde die Einrichtung vom NSV übernommen.
1949 öffnete die Einrichtung erneut und ab dieser Zeit ganzjährig.
1959 zogen die Kinder in das Pfarrhaus.
Die Einrichtung hatte im Ort guten Zulauf, der auch nach der Gründung eines staatlichen Kindergartens 1974 nicht abnahm, wenn gleich die Bedingung für Eltern und Kinder immer schwieriger wurden, da die kirchliche Einrichtung nicht subventioniert wurde. Vielen Eltern wurde vorgeschrieben, ihre Kinder in den staatlichen Kindergarten zu bringen.
Die Eltern aber -selbst einmal mit Brottasche zum evangelischen Kindergarten unterwegs gewesen- vertrauten der Einrichtung weiterhin.
1990 wurde die staatliche Kindereinrichtung geschlossen, die Kinder von dort kamen nun auch ins ehemalige Pfarrhaus. Betreut wurden sie von drei Kinderdiakoninnen und einer Helferin.
Aufgrund rückläufiger Geburtenzahlen und Fehlen von Krippe und Schulhort in Grabe wollten wir unsere Einrichtung 1993 umgestalten zu einem „Haus der Kinder“, für Kinder im Alter von 2-10 Jahren. Nun werden die 25 Kinder von 3 Erzieherinnen in Teilzeit betreut.
Das Thüringer Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder vom 25. Juni 1991 ermöglicht die Führung von Kinderkrippen-, Kindergarten- und Kinderhortgruppen in einer gemeinschaftlichen Einrichtung.

Im Jahre 2006 wurde das traditionelle Kindergartenfest zum Jubiläum für das 150 jährigen Bestehen der Kinderbetreuungseinrichtung in einem angemessenen Kinderfest gefeiert.

Den evangelischen Kindergarten in Grabe gibt es seit 1856 und wir sind im Landkreis der älteste Kindergarten mit 150 Jahren.