Nav By 2bdesign.de Design By Dotcomwebdesign.com Powered By CMSimple.dk
 
 
Willkommen > Das Konzept > Ziele der pädagogischen Arbeit > Schulvorbereitung und Schulfähigkeit

Schulvorbereitung und Schulfähigkeit

Vorschulerziehung beginnt mit dem Eintritt in unseren Kindergarten. Unser ganzes Konzept ist darauf ausgerichtet, Lernen, auch das Lernen für die Schulreife, findet täglich in spieleri-scher Form statt.
• Die Eltern, die gezielte vorschulische Förderung erwarten, denken dabei zuerst an die in den 60er Jahren entstandene Konzepte der Kognitiven Orientierung, also Orientie-rung an geistigen Fähigkeiten – gemeint war dabei die Vorverlegung schulischer In-halte und Formen des Lernens in den Kindergärten.
Es war die Zeit der so genannten Vorschulmappe, mit Hilfe der die Kinder an die
Arbeit in der Schule herangeführt werden.
( diese Mappen werden teilweise bei uns noch geführt, sind aber überholt)
Dieses Konzept hat sich aus heutiger Sicht als zu einseitig erwiesen, weil es die gesamte Persönlichkeitsentwicklung des Kindes zu wenig berücksichtigt und z. T. sogar eingeschränkt hat.
Wir wollen unseren zukünftigen Schulkindern einen großen Erfahrungsschatz für ihr späteres Leben mit auf den Weg geben, und ihnen  den Übergang zur Grundschule erleichtern.
Hierzu nehmen wir folgende Aktivitäten:
 (Welche im Situationsansatz enthalten sind)
• Besuch in der Bäckerei in Körner
• Spaziergang durch das Dorf, öffentliche Gebäude kennen lernen und das eigene Wohnhaus (Weg zur Kita)
• Fahrt nach Mühlhausen in das Stadtjugendhaus – Verkehrserziehung
• Besuch der Reithalle mit Kinderreiten
• Besuch der Grundschule in Körner, Klassenlehrerin kennen lernen
• Abschlussfahrt  - Spielscheune, Kunsthof u.ä.

Schulfähigkeit:
Emotionale Schulfähigkeit:

• Kinder sind gefühlsmäßig eher ausgeglichen
• Stehen neuen Herausforderungen eher zuversichtlich gegenüber 
• Haben Vertrauen in die eigene Person 
• Verarbeiten Enttäuschungen eher ruhig, konstruktiv
• Können uneindeutige Situationen in gewissen Rahmen aushalten
• Zeigen hohe Anstrengungsbereitschaft

Kognitive Schulfähigkeit:

• Kinder zeichnen sich durch Konzentration, also Ausdauer und Genauigkeit aus
• Haben ein aktives Sprechverhalten
• Besitzen einen guten Sprachfluss, einen großen Wortschatz
• Denken in folgerichtigen Kausalzusammenhängen
• Können Informationen abstrakt und logisch weitergeben
• Besitzen eine gute Wahrnehmung und Beobachtungsfähigkeit

Soziale Schulfähigkeit:

• Kinder haben eine alters entsprechende Toleranzhaltung
• Nehmen gerne Kontakt zu anderen Menschen auf
• Sind in einer Gruppe ansprechbar
• Halten Kontakte einerseits aufrecht, brechen aber auch Kontakte überlegt und gezielt ab
• Haben keine Schwierigkeiten sich von vertrauten Personen zu lösen
• Halten Regeln ein bzw. arbeiten an ihrer Veränderung

Motorische Schulfähigkeit :

• Kinder haben ein gutes Reaktionsvermögen
• Zeichnen sich durch eine gute visuell/motorische Koordinationsfähigkeit aus
• Können ihre Feinmotorik steuern
• Setzen grobmotorische Aktivitäten bewusst ein
Zusammenfassung :

1. Kinder erwerben beim Spielen die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie
     brauchen, um schulfähig zu sein.
2. Schulfähigkeit ist eine unmittelbare Folge aus der Spielfähigkeit. Sie zu
     beschneiden heißt, Kinder im Aufbau ihrer Schulfähigkeit aktiv und
     passiv behindern.
3. Kognitive Lernprozesse geschehen gerade während des Spieles, also in
Situationen, die nicht von Erwachsenen im Hinblick auf kognitive
Förderung strukturiert sind.
4. Eine der wesentlichen Grundregeln für Intelligenz und Selbstbewusstsein
von Menschen ist die Fähigkeit, sich in andere Menschen, ihre Absichten
und Gedanken, hinein versetzen zu können. Genau dies geschieht im Spiel und geschieht nicht im so genannten „ vorschulischen Arbeiten“.
5. Die allgemeine Schulfähigkeit ist immer nur dann gegeben, wenn die
„emotionale Schulfähigkeit“ ausgeprägt ist. Sie dominiert an 1. Stelle und
kann sich nur dort entwickeln, wo Kinder ausgiebig spielen.
6. Nur wenn die „ emotionale Schulfähigkeit“ bei Kindern ausgeprägt ist,
kann sich die „kognitive Schulfähigkeit“ am besten entwickeln.

Leitlinien

Kinder haben von Anfang an eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte durch eigene Aktivität.
Diese Sicht bestimmt das Bild vom Kind im Situationsansatz. Erwachsene sind dafür verantwortlich, Kinder durch verlässliche Beziehungen und ein anregungsreiches Umfeld in ihrem Streben nach Weiterentwicklung zu unterstützen.

Die pädagogischen Ziele – Autonomie, Solidarität, Kompetenz – orientieren sich an den demokratischen Grundwerten und gesellschaftlichen Entwicklungen. Sie umfassen we-sentliche  Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung,  der Ich-, Sozial- und Sachkompetenz. Es geht darum, Kinder mit ihren Entwicklungsbedürfnissen in ihren Situationen zu verstehen und die Fähigkeiten der Kinder zu fördern, mit sich selbst, mit anderen und mit einer Sache gut zurecht zu kommen. Durch Anerkennung ihrer unterschiedlichen Erfahrungen und Ausdrucksweisen versuchen wir, die Kinder zu ermutigen, sich am Kindergartenalltag und im Leben gestaltend zu beteiligen. Eigensinn und Gemeinsinn gehören zusammen.
Unser Handeln wird durch die pädagogischen Ziele Autonomie, Solidarität und Kompetenz bestimmt. Der Situationsansatz strebt dabei eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern an.
Der Situationsansatz in unserer Einrichtung zielt auf die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern als gesellschaftlicher Aufgabe. Seine Grundsätze tragen dem Grundverständnis des kinder- und Jugendhilfegesetzes Rechnung, dass die Kindereinrichtungen ein den Lebenswelten der Kinder und Familien entsprechendes qualitativ und quantitativ bedarfsgerechtes Angebot darstellen. Sie tragen der Vielfalt der Lebensformen Rechnung und entwickeln darauf bezogen spezifische Profile Erziehung, Bildung  und Betreuung sind aufeinander be-zogen.
Alle geschaffenen Bedingungen haben Auswirkungen auf die Förderung und Entwicklung der Kinder. Darum wird z.B. über Raumnutzung und Raumgestaltung, Personaleinsatz, Auswahl und Gestaltungsanreize geben und über die Gestaltung von Tagesabläufen regelmäßig reflektiert und Situation angemessen verändert.